Das freistehende, mehrgeschossige Lutherhaus in der Baseler Straße ist etwas Besonderes. Das hohe Walmdach und die schöne Fassade aus violetten Klinkern prägen das im expressionistischen Stil erbaute Gebäude und machen es zum Blickpunkt in der Straße. Es steht jetzt unter Denkmalschutz.

Das goldene Kreuz und der Schriftzug „Lutherhaus“ verweisen auf die Nutzung des Hauses.

Im Erdgeschoss befinden sich der Kindergarten der Gemeinde, das Pfarrbüro, die Küsterei und ein Besprechungsraum. Im Obergeschoss liegt der große Kirchsaal für ca. 250 Besucher. Auf der gleichen Etage gibt es eine Teeküche, einen großen Raum für unterschiedliche Nutzungen der verschiedenen Kreise und einen Raum für die Arbeit mit Kindern. Hier sind auch die Sanitärräume einschließlich eines behindertengerechten WC. Das Behinderten-WC bietet darüber hinaus Raum für einen Wickelplatz.

Im Dachgeschoss befinden sich eine Wohnung und ein kleines Appartement. Alle Ebenen des Hauses sind durch einen behindertengerechten Aufzug barrierefrei vom Hof aus zu erreichen.

Dieter G. Hanke

     

Das Lutherhaus wurde 1929 von der Kirchengemeinde Reinickendorf errichtet um, wie es in einem zeitgenössischen Bericht heißt, „einen neuen Sammelplatz für das verwaiste Schweitzer Viertel zu schaffen“.

1954 kam das Lutherhaus zu der neu geschaffenen Luther-Kirchengemeinde. Die Nutzung des Hauses ist seit der Erbauung unverändert geblieben. Da das Haus sorgfältig gepflegt wurde und Instandhaltungsarbeiten immer rechtzeitig durchgeführt wurden, war das Lutherhaus in einem guten Zustand.

Bei der Fusion der Luther-Kirchengemeinde mit der Gemeinde Alt-Reinickendorf, als sich die Luthergemeinde von Gebäuden trennen musste, gab deshalb der gute Bauzustand und der Kindergarten im Lutherhaus den Ausschlag für den Behalt des Hauses und für seine zukünftig intensivere Nutzung.

Dieter G. Hanke

Nach der Aufgabe der Lutherkirche in der Winterthurstraße hat das Lutherhaus eine starke Bedeutung für die jetzt große Luther-Kirchengemeinde Alt-Reinickendorf. Um allen Gemeindemitgliedern ohne Hilfe den Zugang zu den Gemeinderräumen zu ermöglichen, war der Einbau eines behindertengerechten Aufzuges erforderlich. Diese Baumaßnahme machte einen größeren Eingriff in die denkmalgeschützte Bausubstanz des Lutherhauses notwendig. Die erforderlichen Genehmigungen, einschließlich die des Denkmalschutzamtes, wurden erteilt und der Umbau konnte im April 2007 endlich abgeschlossen werden.

An dieser Stelle sei allen am Umbau beteiligten Architekten, Planern, Handwerkern, den Pfarrern und dem Bauausschuss für ihre Arbeit herzlich gedankt. Die Gemeinde kann sich seitdem an dem schönen Haus erfreuen. Möge Gott allen die darin wirken seinen Segen geben.

Dieter G. Hanke

 


Das Lutherhaus im südlichen Gemeindegebiet der ELKAR.

   

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